Donnerstag, 14. Juni 2018

So normal wie Tigerstreifen

Einen wunderschönen guten Abend,

Meiner Ansicht nach kann man nie genügend Liebesgeschichten kennen lernen und vor einigen Wochen durfte ich eine ganz wunderbare Geschichte kennen lernen.
"Tigerstreifenhimmel" von Ronja Delahaye


**** Worum geht´s? ****
»Okay, es ist wie bei Schrödingers Katze. Es ist möglich und nicht möglich, dass es da jemanden gibt, den ich dummerweise nicht mehr vergessen kann.« Das sagt Rike zu ihrem besten Freund, nachdem sie dessen Schwester Camila kennengelernt hat. Seitdem geht sie ihr nicht mehr aus dem Kopf. Camila ist überall – in ihren Gedanken, ihren Träumen und irgendwann steht sie sogar unerwartet einfach vor ihr. Von einer Peinlichkeit stürzen sie in die nächste, bis sie sich schließlich darauf einigen, einfach nur miteinander ins Bett zu gehen. Wochen vergehen und was eigentlich nur eine kleine Ablenkung sein sollte, wird zu etlichen gestohlenen Stunden. Schon bald gelingt es ihnen nicht mehr, ihre Gefühle füreinander zu verbergen - Doch keine von ihnen ist sich sicher, wo das hinführen soll. 

**** Rezension **** 

Meine Schwägerin hat mich auf "Tigerstreifenhimmel" aufmerksam gemacht und da eigentlich ich diejenige bin, die den Liebesgeschichten verfallen ist, wollte ich unbedingt herausfinden, was hinter diesem interessanten Titel steckt.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Ronja Delahaye hat eine Liebesgeschichte erschaffen, die vor allem eines ist - realistisch. Und dazu ist sie zuckersüß, sexy, hoffungsvoll, hoffnungslos, rosarot, tiefschwarz und kunterbunt.

Ich möchte eigentlich gar nicht auf die Nebenhandlungen eingehen - die gut geschrieben sind und sich perfekt in die Geschichte einfügen, aber für mich liegt der Fokus definitiv auf Rike auf Camila, zwei Frauen - so unterschiedlich und doch so gleich in ihren Gefühlen. Der Weg der beiden ist gut nachvollziehbar und kommt (ganz wunderbar) vollkommen ohne Kitsch aus, weist dafür aber sehr viel Tiefe aus.

Es handelt sich in diesem Buch um eine lesbische Liebesgeschichte, was ich allerdings am besten finde ist die Tatsache, dass dies gar nicht wirklich thematisiert wird. Sowohl Rike als auch Camila sind geoutet und "quälen" sich einfach mit dem Verliebtsein, nicht mit der Krise, sich in das eigene Geschlecht verliebt zu haben. Das finde ich ganz wunderbar, einfach weil es die lesbische Liebesgeschichte nicht als etwas Besonderes hervorhebt - sondern einfach die Liebesgeschichte.


**** Fazit ****

Für alle Liebhaber von realistischen, tiefgehenden Liebesgeschichten ein absolutes Mus
s!


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